MADE – Future self

Quelle: Made Cannel – Vimeo

Ich hatte schon früher mal was über MADE gelesen und war von der Zusammenstetzung einfach nur überwältigt. Schon die Idee einer Lichtinstallation in Form von LED, in Zusammenarbeit mit einem Choreografen (Wayne McGregor) und einem Ballett, lässt dem Auge keine Chance wegzuschauen. Jetzt ist da aber noch was! Nicht das Wayne McGregor nicht schon genug wäre. Nein, hier kommt auch noch Max Richter ins Spiel.

Max Richter: Wer aufmerksam ist und war, muss diesen Namen einfach kennen, denn nach Soundtracks für Shutter Island, Waltz with Bashir und Perfect Sense könnte er mancheinem schon im Gedächtnis geblieben sein.

Als ich Max Richter las, musste auch ich, meinen Synapsen auf die Sprünge helfen, doch als ich dann die Verbindung zu Roni Size und The Future Sound of London entdeckte, wurde dieser dunkle Fleck wieder erhellt. Ja- da war doch was!

Nun, diese Aufführung in Berlin ist vor 14 Tagen zu Ende gegangen und wie so oft im Leben kann man nicht alles sehen und miterleben, dennoch bin ich überzeugt von dieser Arbeit. Ich musste beim ersten einsehen in die Videosammlung, welche auf der MADE- Seite dokumentiert ist, an eine Pina Bausch denken. Man soll mir verzeihen, wenn manch einem dieser Vergleich missfällt, doch auch hier geht es um Tanz und eine ganz aussergewöhliche Choreografie. Es ist einfach eine wundervolle Arbeit. Der Sound schmiegt sich grandios in die gesehenen Bilder, das fabelhafte Spiegelbild, welches die LED’s erzeugen, lässt mich diese Welt vergessen und verschlingt mich vollends.

Ich hoffe, dass es davon irgendwann mal eine DVD geben wird, die dieses Filmprojekt in voller Länge in diese Welt hinaus trägt.

Auch wenn es hier nicht auf den ersten Blick um Techno oder House Musik geht, klingt das nach mehr und abermals muss ich Pina ins Spiel bringen, denn ein Satz bestimmt meine Gänsehaut ohne großes Geschwafel.

TANZT SONST SIND WIR VERLOREN. (pina bausch)

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Moral Fiber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Back again. Das Natur Radler steht auf dem Tisch und natürlich weht wieder netter Sound durch meine Lauscher. Gerade richtig, um den unsanften Weckruf des Postboten aus meinem Leib zu bekommen, der mir ein kleines 12 INCH Paket in die Hand drückte.

Dieser Post steht schon länger auf meiner Liste und bestimmt wäre ich auch schon ein paar Themen weiter, doch zwischen Musik, Platten, Party, Freunden und der lieben Arbeit stehen halt auch noch andere Geschichten auf der „To Do Liste“.

Doch lasst es uns angehen und ein wenig durch die House- und Technowelt schreiten, ganz entspannt und gechillt, so wie es der Sound des heutigen Themas verspricht.

Thema? Überschrift? …… Genau Moral Fiber !

Gegründet wurde Moral Fiber 2012 und zwar von keinem anderen als von dem Holländer Andreas Bergmann und mag sein das alles schon viel früher anfing, denn schon die erste Ep auf Andreas Label Klopfgeist (KR001) brachte einen Track mit, der genau diesen Namen trug.

Ob hier eine Verbindung besteht, kein Plan, doch eigentlich auch irgendwie nebensächlich, denn Moral Fiber steht und wächst wie ein singendes klingendes Bäumchen.

Auf Moral Fiber bin ich über Volta gekommen, denn in das Hamburger Label Liebe * Detail und das Schweizer Label Fantastic Friends habe ich schon immer gern reingehört und wer auf Soundcloud die Follower Liste ( Agoria, Boddika, Christian Burkhardt, Daria, Sebo K, Steve Lawler um nur einige zu nennen) anschaut bemerkt schnell, dass das Label von einigen Größen der Techno- und Houseszene positiv aufgenommen und gefeiert wird. Vielleicht war es ja nicht schwierig bei einem bereits bestehendem Label wie Klopfgeist, welches seit 2008 viele tolle Platten produziert, mit Moral Fiber Begeisterung auszulösen und Anklang zu finden. Doch wie schon in anderen Posts betont, mag ich es, wenn ein Label eine klare Linie verfolgt und soundtechnisch keine Kopfstände macht und versucht.

Moral Fiber kommt mit klarer Linie, klangreicht, sphärisch und deep. Genau das Richtige für eine laue Sommernacht oder einem sommerlichen OpenAir oder oder oder….

Mit den ersten drei Ep’s ist ein Anfang gemacht und die nächsten zwei sind schon angekündigt. Mit Not Him (MOFI004) und Dirty Culture (MOFI 005) geht’s dann Ende Mai und Ende Juni weiter. Bis jetzt wurde immer der 29zigste eines Monats als Releasedate gewählt und ich will gespannt sein, ob das auch so bleibt, weil ich finde Orientierungspunkte immer wichtig.

Mein Favorit ist bis jetzt die Volta – Yala Ep, wo dann auch, für mich, ein Alltime Klassiker drauf ist. Der Wolken Wanderer Remix begeistert mich ohne Ende, denn damit entsteht die direkte Verbindung zu Deepmix Radio in meinem Kopf, obwohl der Original Mix auch durch und durch kein Stein auf dem andern lässt. Einfach Klasse – ohne Frage.

Das Einzigste was mich persönlich ein wenig stört, ist, dass ich bis jetzt bei keinem der einschlägigen Record Stores die Tracks auf Vinyle finden konnte. Ich habe ja nicht die Zeit verschlafen, und habe natürlich mitbekommen, dass viele Tracks nur noch Digital vertrieben werden, doch schwarzes Gold bleibt Schwarzes Gold. Ich würde mich freuen, wenn sich das irgendwann ändern würde und ich glaube, mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.

Also Freunde. Wer House Musik und sphärische Klänge schätzt, wird sicher nicht enttäuscht.

Hier kann sich jeder eine kleine Kostprobe auf das Trommelfell drücken : Soundcloud Moral Fiber Music und den Rest gibt es dann bei Beatport und Co.

Stay in touch and to be continue

Evosonic Music Dj-Radio

 

 

 

 

 

 

 

 

WOW,  jetzt lag dieser LINK auf die Evosonic- Seite schon so lange in meinen Favoriten rum und ist natürlich zwischendurch immer wieder in Vergessenheit geraten, doch ab JETZT lebt dieser wieder. Dieser Verknüpfung wurde neues Leben eingehaucht und neuer Raum gegeben und da geht ja mal nichts dran vorbei – hier was über alte Zeiten und die Zukunft zu schreiben.  Sicher ist diese Geschichte hier nicht mehr ganz so neu, aber auch nicht zu alt und ich habe sehr lange darauf gewartet, Evosonic Radio wieder OnAir zu sehen. Ein kleines Video verriet immer nur das es bald weiter gehen würde, doch bei jedem erneuten Klicken schlich sich die Ernüchterung in mein Herz. Doch nun ist es endlich soweit, die Ernüchterung verwandelt sich in pure Freude und an dieser Stelle muss einfach nochmal ein WOW, ein Jubelschrei und natürlich ein alles Gute zum 15ten Geburtstag eingestreut werden.

Am 06.04.2012 lief die erste Testshow und davor hat man ein wenig das Archiv geplündert, um der alten Hörerschaft das Warten zu verkürzen.

15. Jahre ist eine lange Zeit und ich kann sagen, dass ich quasi mit den wöchentlichen Gästen der Technoscene und Evosonic zusammen aufgewachsen bin. Tapes über Tapes existieren noch aus dieser Zeit – fein säuberlich gereiht und geordnet. Tapes sind zwar nicht mehr das Wahre, doch die Nostalgie macht diese Bandaufnahmen zu Juwelen.

Was mir persönlich immer sehr gut gefallen hat, dass auf EvosonicRadio immer viele neue Tracks, Platten und Artists gefeiert und vorgestellt wurden und man die Neuigkeiten der Scene breit behandelte. Gäste aus der ganzen Welt standen bei Evosonicradio schon an den Decks und ja, Mainstream suchte man bei Evosonic vergebens und dies war immer wieder aufs neue, nicht nur für mich, eine eiskalte erfrischende Dusche in der elektronischen Musiklandschaft. Der Sender wurde weitestgehend mit privaten Mitteln finanziert und es lebte ein Idealismus,  welcher in dieser Größe wohl nicht nur deutsche Musikgeschichte schrieb.

Evos, wie auch die Anhänger von EvosonicRadio auch genannt werden, suchen noch heute im Netz und kleinen Communities nach Mitschnitten, Tracklisten und Tracks, die in der Blütezeit des Radios gespielt wurden. Das beschreibt doch mal mehr als genug die Anhängerschaft, die Fangemeinde und das breite Spektrum welches durch dieses Radio erreicht wurde.

Die Geschichte des Radios liest und ist von den Anfängen bis heute einfach nur atemberaubend.

Bis jetzt sendet EvosonicRadio nur zu bestimmten Zeiten und ist noch nicht 24/7 OnAir, doch was solls, ein Anfang ist gemacht und sicher passiert hier in nächster Zeit noch einiges.

Auf alle Fälle steht schon mal ein Blog, eine History (was ich ungemein gut finde und für meine Begriffe auf jede Label, Artist und elektronische Radioseite gehört), ein Evosonic-live-streamchannel und ganz wichtig eine Playlistrubrik der einzelnen Shows.

Link zu: Evosonic Radio

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und ein großer Schritt für die elektronische Musiklandschaft. Der Idealismus geht in die nächste Runde.  (stay tuned)

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Rebekah & Laura Heath (UK)

 

 

 

 

 

 

 

 

Und es geht auf die Insel. Ab in den Süden? Nein, weit gefehlt, denn wieder einmal geht es nach England – wie schon in den letzten drei Einträgen. Und es kommt nicht nur guter Sound vom Inselstaat, sondern auch hübsche Frauen.

Also was will man mehr? Klar ist, dass in erster Linie nicht das Aussehen eines DJ’s bzw. Produzenten entscheidend ist, sondern dessen Stil, doch schön anzuschauen ist es alle mal. Und da sich keiner dem Visuellen entziehen kann, auch ich nicht, muss ich heute über eine alte Bekannte und eine Neuentdeckung berichten.

Oh je, berichten, klingt nach viel Arbeit und ich glaube, da stellt sich mir auch schon das erste Hindernis in den Weg, denn über beide Frauen gibt es garnicht so viel Aktuelles zu erzählen.

Aber vielleicht kommt ja doch ein wenig zusammen. Als erstes geht es um die wirklich gutaussehende Rebekah und um hier irgendwelchen Bildercopyrightgeschichten aus dem Weg zu gehen, ein Klick genügt, um mal ein Auge zu werfen. Jetzt ist es aber so, dass, wie schon erwähnt, nicht nur das Auge mitisst, sondern auch das Ohr, denn dies hier wäre kein elektronischer Musikblog, wenn ich jetzt anfangen würde über gutaussehende Frauen zu schreiben. Auch eine Idee, aber damit überschwemmt uns schon das TV und tausende Zeitschriften. Also nix da.

So, weg von den Bildern – zurück zum Text. Gespielt hat die Dame schon auf allen möglichen Festivals und ganz untätig war sie nie. Deejaying scheint ihre Passion zu sein und das Talent erkennt man allein schon an der Auswahl ihrer Tracks und der mixtechnischen Brillanz ihrer Sets. Eine gewisse Begabung wurde ihr quasi schon in die Wiege gelegt, was natürlich nicht heißt, dass da eine Meisterin vom Himmel gefallen ist, auch bei ihr war sicher üben, üben, üben angesagt. Released hat sie unter anderem auf 8 Sided Dice, Kult Figures, Coincidence Records und Criminal Records. Auf ihrer MySpace Seite, die zwar über ein halbes Jahr nicht mehr aktualisiert wurde, kann man sich ein paar Tracks durch die Boxen drücken. Mein persönlicher Favorit ist bis jetzt Neo auf Criminal , welcher allerdings nicht auf der MySpace Seite zu finden ist. Das dieser Sound mich erdrückt, niederschmettert, springen lässt und genau zu diesem Wetter passt, versteht sich von selbst. Ansonsten würde ich mir diesen kleinen Text wohl sparen. Sehr ans Herz zu legen ist auch, die Potcast Serie „re Dezined „, die man per iTunes laden kann und der Letzte auf 8 Sided Dice Numero 25, welcher auch über iTunes zu finden ist. Auf RA wurde erwähnt, dass sie an einem eigenen Label, in Zusammenarbeit mit Patric Mclean alias Dark Chambers, arbeitet und nur der Gedankte daran macht schon Freude. Doch erstmal steht am 19. Mai 2012 die nächste Party an – Beatsworking Spring Party at H-Bar/UK . Warum kann man sich eigentlich noch nicht beamen? Naja, egal. Auf alle Fälle bin ich gespannt wo alles hinführt und ich werde Rebekah natürlich im Auge behalten.

So, jetzt habe ich mich wieder verquatscht, und dabei ganz vergessen,  dass es hier um zwei Frauen gehen sollte. Was heißt eigentlich sollte? Es geht um zwei Frauen!! Ja, eine ist mir nicht genug.

Die Zweite Lady auf dem Programm ist Laura Heath. Und wie sollte es anders sein, die auch aus den UK kommt und ja ich gebe es zu, zweifelsfrei auch nicht gerade unattraktiv ist. Doch hier gehts um elektronische Klänge. „Sousey! Reiß dich zusammen.“ Schon länger verweilen auf meinen Mp3-Player die ersten drei BlackSeries Mixe und ich habe immer wieder mit Spannung darauf gewartet, dass ein neuer Potcast rauskommt. Bis jetzt geht es bis zur Blackseries 6, und auf Beatport steht irgendwo: „BlackSeries 7 will comming soon„. Doch dieser Eintrag ist schon etwas länger her und die letzten Laura Heath Vinylecharts sind auch von April 2010. Nun, da ich aber nicht meckern will und es bestimmt wichtigere Sachen im Leben einer Laura Heath zu geben scheint, höre ich mir immer wieder gern die bisher erschienenen Mixe an, weil, wenn ich mir die Playlist der einzelnen Potcasts anschaue, da kann man einfach Nichts falsch machen. Toller Sound, tolle Mixe, tolle Frau.

Wer jetzt Lust auf  Lauras Sound bekommen hat, kann hier die BlackSeries 1-6 downloaden. Hier

Schlusswort:  Zwei tolle Frauen mit einem Hang zur Technomusik und mit einer feinen Nase für sehr geile Beats. Was will man mehr, als Mann, als Liebhaber der elektronischen Klänge, als Soundfetischist? Liebe?

Das hier ist Liebe!

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Mote Evolver

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Mai – Tag der Arbeit, doch die Finger mache ich mir heute nicht dreckig.

Aus gegebenen Anlass der Sousey Plattencharts April/Mai 2012 möchte ich heute wieder mal ein wenig plauschen und den unendlichen Weiten der elektronischen Musik entweichen. Wie der Titel schon verrät wird es um MOTE EVOLVER gehen und da mich die White Light Remixes von Function & Jerome Sydenham schon sehr entzückt haben, fiel es mir nicht schwer diesem Label meinen persönlichen Stempel aufzudrücken.

Um hier jetzt noch die Kurve zu bekommen muss ich aber dazu sagen, dass diese Vinyle auf Idadan Records veröffentlicht wurde und mit Mote Evolver nicht unbedingt in Verbindung steht. Doch wer seinem Ohr und seinem Auge glauben schenkt, wird sehen, dass da auch ein Remix von Planetary Assuallt System drauf ist. Was bedeutet, dass Mister Luke Slater persönlich, einer den ich noch aus meinen Anfängen kenne und sehr schätze, wiedermal einen Tip Top Remix gemacht hat.

Ja, wer sagts denn. (Smile) Jetzt bin ich doch trotz aller Umwege beim Thema Mote Evolver angekommen. Nun seit 2006 besteht jetzt dieses Label und wenn man sich durch die Releases klickt, trifft man Shifted (die Pacific Blue – Industrie Remixes sind der Hammer), Cari Lekebusch (H.Production, Drumcode, Lekebuschmusik), Submerge (Nachtstromschallplatten, Codeworks), Lucy (Stroboscopic, Meerestief Ldt – wie sagt man doch so schön: „Geht ab die Lu(c)zy“), Marcel Fenger (Berghain, Ost Gut Ton) und natürlich auch founder und producer Luke Slater a/k/a Planetary Assault System.

Wie ich lesen musste und Luke in einem Interview von 2009 auf Residentadvisor erklärte, dass es ihm nicht sonderlich gut ging und sich Lukes Leben in persönlicher Hinsicht so rasant veränderte, die Diagnose Manisch-Depressiv im Raum stand, schockte nicht nur ihn sondern irgendwie auch mich. Wie er selbst sagt, entdeckte er eine neue Welt. Eine neue Welt von Doktoren, Pillen, mentalen Zuständen,  Reflexionen, Vergebung und Annahme. Sicher keine schöne Zeit und ich will es mal so sagen, ich bin schon froh, dass er jetzt wieder auf dem Dampfer ist, aber sicher sagen kann uns dies nur Mister Luke Slater selbst.

Mote Evolver lief natürlich trotzdem weiter und bei dem letzten Release von Shifted (Motecd001) bin ich ein wenig traurig, dass das Teil nicht auf Vinyle draußen ist. Sehr deep, treibend, stylisches minimalistisches Geplänkel und für den ein oder anderen Dancefloor geboren. Beim reinhören, erinnere ich mich gern an Basic Channel und Chain Reaktion zurück. Klasse Scheibe und vielleicht schaue ich auch drüber weg, dass dieses Monsteralbum nur auf CD erschienen ist, und fege damit mal den Staub aus meinem CD-Player.

Die letzte Planetary Assault System (Mote 027) habe ich natürlich auch registriert und mit einem Marcel Dettmann und Chris Liebing Remix kaut das Teil mir nicht nur ein Ohr ab, sondern gewinnt mit einem Lächeln, welches sich mir zwangsläufig ins Gesicht zwingt, die Oberhand.

Soweit so gut, die Überlegung steht, der Merkzettel ist verfasst und mein Auge bleibt wachsam, damit ich dieses wunderbare UK-Label und den weiteren Releaseverlauf hören und bestaunen kann.

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