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Sleaze Records

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Manche Fragen stellt man nicht einfach irgendwo, sondern nur mit allergrößter Sorgfalt und penibler Vorbereitung an dafür ausgewählten und speziell hierfür vorgesehenen Orten.

Nun wird heute hier an mich nicht die Frage gestellt, „Willst du mich heiraten?“, sondern warum bleibe ich nicht mal in Deutschland, meiner Heimat, welche ich so schätze, sondern flüchte erneut auf die Insel? Ich weiß nur eins, die haben es einfach drauf, begeistern und überraschen mich immer wieder aufs Neue.

Ja verdammt, es geht ab nach Schottland. Bei Schottland fällt mir als erstes Christopher Lambert alias Connor MacLeod ein, welcher mit Unsterblichkeit gesegnet oder bestraft (dass liegt im Auge des Betrachters) war.

Heute schaute ich nur mal aus Langerweile und reiner Neugier auf der 8SidedDice Seite vorbei und stellt mir, nur aus Interesse, im Anschluss den neuen Potcast No. 30 von Hans Bouffmyhre in den Player. Und schon fing es an in meinem Kopf zu schlagen und zu klopfen, ich schlug Seite um Seite auf, recherchierte, kreierte Textpassagen in meinem Kopf (was nichts neues ist), bekam Lust auf mehr, Lust auf Musik, Lust auf diesen Eintrag.

Musik sollte es reichlich geben und da bei solchen Ausflügen das Angebot fast immer unüberschaubar ist, musste ich mir Notizen machen, aber auch das ist nichts neues. Neu war für mich aber dann doch was, denn ich musste zu meiner Schade feststellen, dass mir das Label Sleaze Records UK bis heute durch die Lappen gegangen war. Wie konnte das nur passieren?

Decks.de & Beatport lieferte mir viele kleine Indizien, doch keine Erklärung. Vieler Orts waren die Parallelen zum greifen nahe, doch Sousey sah den Wald vor lauten Bäumen nicht, verrichtete seine Arbeit, ging seinem Hobby nach, verlor vielleicht sogar den Überblick und verpasste, bis zum heutigen Tag, die volle Dosis Amphetamin für Gehirn und Ohren.

Sleaze Records ging mit der Where is The Child / Put The Kettle on EP von Labelowner Hans Bouffmyhre am 1. August 2008 an den Start. Die üblichen Verdächtigen ließen nicht lange auf sich warten, und so wurden meine Augen immer größer, weil ich der Beantwortung meiner Frage kein Stückchen näher kam. Ich las; Cari Lekebusch, Alex Bau, Alan Fitzpatrick, BCR Boys, Chris Liebing, Gary Beck, Marc Broom, Matador (IE), Psyk, Perc und, und, und. Ein Bollwerk an weltbekannten Namen. Wie konnte das nur passieren?

Mein persönlicher Favorit ist allerdings BILLY JOHNSTON, ein mir bis dato völlig unbekannter Typ. Mit seinem Original Mix Wolfman hat er, ohne diesen Track lange im Ohr zu haben, es auf meine Most Wanted Liste geschafft. Dieser Track passt mit diesem Namen genau in eine ähnliche Unsterblichkeitsgeschichte, wie jene von MacLeod und greift, mit seinen unterschwelligen Sounds und treibenden Beats, direkt mein musikalisches Nervensystem an. Weltklasse.

Weltklasse ist auch die monatlich erscheinende Sleaze Potcastserie – hier bleibt kein technobehaftetes Bein ruhig. Versprochen.

Jetzt fehlt nur noch ein ehrwürdiger und ebenbürtiger Abschluss, der diesem Eintag zu einem Ende verhilft und ich will es mal mit einem Zitat aus dem Highlanderfilm versuchen.

„Aus der Dämmerung der Zeit kamen wir, bewegten uns lautlos durch die Jahrhunderte, lebten viele geheime Leben, fochten, um die Zeit der Versammlung zu erreichen, wenn die wenigen, die übrig bleiben, bis zuletzt kämpfen werden. Niemand hat jemals gewusst, dass wir unter euch waren – bis jetzt.“ ( Zitat: Highlander – Es kann nur einen geben )

Dieses Label rollt bis heute unaufhaltsam, like Conner MacLeod, in Richtung Unsterblichkeit.

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Moral Fiber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Back again. Das Natur Radler steht auf dem Tisch und natürlich weht wieder netter Sound durch meine Lauscher. Gerade richtig, um den unsanften Weckruf des Postboten aus meinem Leib zu bekommen, der mir ein kleines 12 INCH Paket in die Hand drückte.

Dieser Post steht schon länger auf meiner Liste und bestimmt wäre ich auch schon ein paar Themen weiter, doch zwischen Musik, Platten, Party, Freunden und der lieben Arbeit stehen halt auch noch andere Geschichten auf der „To Do Liste“.

Doch lasst es uns angehen und ein wenig durch die House- und Technowelt schreiten, ganz entspannt und gechillt, so wie es der Sound des heutigen Themas verspricht.

Thema? Überschrift? …… Genau Moral Fiber !

Gegründet wurde Moral Fiber 2012 und zwar von keinem anderen als von dem Holländer Andreas Bergmann und mag sein das alles schon viel früher anfing, denn schon die erste Ep auf Andreas Label Klopfgeist (KR001) brachte einen Track mit, der genau diesen Namen trug.

Ob hier eine Verbindung besteht, kein Plan, doch eigentlich auch irgendwie nebensächlich, denn Moral Fiber steht und wächst wie ein singendes klingendes Bäumchen.

Auf Moral Fiber bin ich über Volta gekommen, denn in das Hamburger Label Liebe * Detail und das Schweizer Label Fantastic Friends habe ich schon immer gern reingehört und wer auf Soundcloud die Follower Liste ( Agoria, Boddika, Christian Burkhardt, Daria, Sebo K, Steve Lawler um nur einige zu nennen) anschaut bemerkt schnell, dass das Label von einigen Größen der Techno- und Houseszene positiv aufgenommen und gefeiert wird. Vielleicht war es ja nicht schwierig bei einem bereits bestehendem Label wie Klopfgeist, welches seit 2008 viele tolle Platten produziert, mit Moral Fiber Begeisterung auszulösen und Anklang zu finden. Doch wie schon in anderen Posts betont, mag ich es, wenn ein Label eine klare Linie verfolgt und soundtechnisch keine Kopfstände macht und versucht.

Moral Fiber kommt mit klarer Linie, klangreicht, sphärisch und deep. Genau das Richtige für eine laue Sommernacht oder einem sommerlichen OpenAir oder oder oder….

Mit den ersten drei Ep’s ist ein Anfang gemacht und die nächsten zwei sind schon angekündigt. Mit Not Him (MOFI004) und Dirty Culture (MOFI 005) geht’s dann Ende Mai und Ende Juni weiter. Bis jetzt wurde immer der 29zigste eines Monats als Releasedate gewählt und ich will gespannt sein, ob das auch so bleibt, weil ich finde Orientierungspunkte immer wichtig.

Mein Favorit ist bis jetzt die Volta – Yala Ep, wo dann auch, für mich, ein Alltime Klassiker drauf ist. Der Wolken Wanderer Remix begeistert mich ohne Ende, denn damit entsteht die direkte Verbindung zu Deepmix Radio in meinem Kopf, obwohl der Original Mix auch durch und durch kein Stein auf dem andern lässt. Einfach Klasse – ohne Frage.

Das Einzigste was mich persönlich ein wenig stört, ist, dass ich bis jetzt bei keinem der einschlägigen Record Stores die Tracks auf Vinyle finden konnte. Ich habe ja nicht die Zeit verschlafen, und habe natürlich mitbekommen, dass viele Tracks nur noch Digital vertrieben werden, doch schwarzes Gold bleibt Schwarzes Gold. Ich würde mich freuen, wenn sich das irgendwann ändern würde und ich glaube, mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.

Also Freunde. Wer House Musik und sphärische Klänge schätzt, wird sicher nicht enttäuscht.

Hier kann sich jeder eine kleine Kostprobe auf das Trommelfell drücken : Soundcloud Moral Fiber Music und den Rest gibt es dann bei Beatport und Co.

Stay in touch and to be continue

Mote Evolver

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Mai – Tag der Arbeit, doch die Finger mache ich mir heute nicht dreckig.

Aus gegebenen Anlass der Sousey Plattencharts April/Mai 2012 möchte ich heute wieder mal ein wenig plauschen und den unendlichen Weiten der elektronischen Musik entweichen. Wie der Titel schon verrät wird es um MOTE EVOLVER gehen und da mich die White Light Remixes von Function & Jerome Sydenham schon sehr entzückt haben, fiel es mir nicht schwer diesem Label meinen persönlichen Stempel aufzudrücken.

Um hier jetzt noch die Kurve zu bekommen muss ich aber dazu sagen, dass diese Vinyle auf Idadan Records veröffentlicht wurde und mit Mote Evolver nicht unbedingt in Verbindung steht. Doch wer seinem Ohr und seinem Auge glauben schenkt, wird sehen, dass da auch ein Remix von Planetary Assuallt System drauf ist. Was bedeutet, dass Mister Luke Slater persönlich, einer den ich noch aus meinen Anfängen kenne und sehr schätze, wiedermal einen Tip Top Remix gemacht hat.

Ja, wer sagts denn. (Smile) Jetzt bin ich doch trotz aller Umwege beim Thema Mote Evolver angekommen. Nun seit 2006 besteht jetzt dieses Label und wenn man sich durch die Releases klickt, trifft man Shifted (die Pacific Blue – Industrie Remixes sind der Hammer), Cari Lekebusch (H.Production, Drumcode, Lekebuschmusik), Submerge (Nachtstromschallplatten, Codeworks), Lucy (Stroboscopic, Meerestief Ldt – wie sagt man doch so schön: „Geht ab die Lu(c)zy“), Marcel Fenger (Berghain, Ost Gut Ton) und natürlich auch founder und producer Luke Slater a/k/a Planetary Assault System.

Wie ich lesen musste und Luke in einem Interview von 2009 auf Residentadvisor erklärte, dass es ihm nicht sonderlich gut ging und sich Lukes Leben in persönlicher Hinsicht so rasant veränderte, die Diagnose Manisch-Depressiv im Raum stand, schockte nicht nur ihn sondern irgendwie auch mich. Wie er selbst sagt, entdeckte er eine neue Welt. Eine neue Welt von Doktoren, Pillen, mentalen Zuständen,  Reflexionen, Vergebung und Annahme. Sicher keine schöne Zeit und ich will es mal so sagen, ich bin schon froh, dass er jetzt wieder auf dem Dampfer ist, aber sicher sagen kann uns dies nur Mister Luke Slater selbst.

Mote Evolver lief natürlich trotzdem weiter und bei dem letzten Release von Shifted (Motecd001) bin ich ein wenig traurig, dass das Teil nicht auf Vinyle draußen ist. Sehr deep, treibend, stylisches minimalistisches Geplänkel und für den ein oder anderen Dancefloor geboren. Beim reinhören, erinnere ich mich gern an Basic Channel und Chain Reaktion zurück. Klasse Scheibe und vielleicht schaue ich auch drüber weg, dass dieses Monsteralbum nur auf CD erschienen ist, und fege damit mal den Staub aus meinem CD-Player.

Die letzte Planetary Assault System (Mote 027) habe ich natürlich auch registriert und mit einem Marcel Dettmann und Chris Liebing Remix kaut das Teil mir nicht nur ein Ohr ab, sondern gewinnt mit einem Lächeln, welches sich mir zwangsläufig ins Gesicht zwingt, die Oberhand.

Soweit so gut, die Überlegung steht, der Merkzettel ist verfasst und mein Auge bleibt wachsam, damit ich dieses wunderbare UK-Label und den weiteren Releaseverlauf hören und bestaunen kann.

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Without Any Doubt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was gibt es zu WAD ( Without any Doubt) zu sagen? Ich muss sagen, es ist schwer über dieses heranwachsende Label irgendetwas herauszufinden?

Keine der einschlägigen Seiten spuckt was brauchbares aus. Auf De:Bug, Groove, Raveline, JunoRecords, Decks.de, Discogs, Deejays, Beatport suchte ich vergebens brauchbare Infos. Selbst auf der Gary Beck FB-Seite wird Without any Doubt mit keiner Silbe erwähnt. Gewollt oder nur verschlafen? Ich Tippe auf das Erstere, weil selbst Vinyl und Plattenhülle nicht viel verraten wollen. Alle bisherigen Releases kommen als White bzw. Black Label und jedes einzelne Release kommt für mich kompromisslos in die Ecke „wach bleiben, hinhören, abgehen und aufdrehen.“

Ich persönlich tippe ja, dass das Label WAD als heimliches Sublabel von Soma Records agiert. Dieser Zusammenhang erhärtete sich bei mir, weil die WAD 005 (Heiko Laux & Steve Rachmad – The Viking) die selben Tracks enthält wie das Soma Release. Sicher bin ich mir nicht und ich will dieser wagen Theorie auch nicht weiter hinterher gehen, denn das was für mich in erster Linie zählt ist Sound und die klare Linie eines Labels. Auch wenn bald Ostern ist, ein faules Überrraschungsei sucht man hier vergebens.

Für mich ist Without any Doubt, wenn auch noch jung, nicht mehr jungfräulich und ein bereits geschliffener Rohdiamant, bei dem ich bisher ohne langes hin und her und ohne jeden Zweifel auf den Kaufeinbutton drücken konnte. Die schlichte Aufmachung und das Herzklopfen, wenn ich das Stempellogo sehe, lassen nur verschwommen erahnen was die Nadel in wenigen Momenten durch meine Boxen schiebt. Sowas hatte ich bis jetzt nur bei ChainReaction. Bis jetzt jedes Release ein Killer und ich hoffe das bleibt so.

Releases:

  • WADWHITE001 Gary Beck – Enough Talk/Fereneze
  • WADWHITE002 H-foundation -Tonight
  • WADWHITE003 Slam – Lifetime(Pan-Pot Remixes)
  • WADWHITE004 Gary Beck – Tijuana/Semillon
  • WADWHITE005 Heiko Laux & Steve Rachmand – The Viking
  • WADBLACK001  Gary Beck – Diva

Auf www.decks.de steht bei Gary Becks – WAD 004: „we can`t stop this guy“. Ich sage: „we can`t stop Without Any Doubt“

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