1. Mai – Tag der Arbeit, doch die Finger mache ich mir heute nicht dreckig.

Aus gegebenen Anlass der Sousey Plattencharts April/Mai 2012 möchte ich heute wieder mal ein wenig plauschen und den unendlichen Weiten der elektronischen Musik entweichen. Wie der Titel schon verrät wird es um MOTE EVOLVER gehen und da mich die White Light Remixes von Function & Jerome Sydenham schon sehr entzückt haben, fiel es mir nicht schwer diesem Label meinen persönlichen Stempel aufzudrücken.

Um hier jetzt noch die Kurve zu bekommen muss ich aber dazu sagen, dass diese Vinyle auf Idadan Records veröffentlicht wurde und mit Mote Evolver nicht unbedingt in Verbindung steht. Doch wer seinem Ohr und seinem Auge glauben schenkt, wird sehen, dass da auch ein Remix von Planetary Assuallt System drauf ist. Was bedeutet, dass Mister Luke Slater persönlich, einer den ich noch aus meinen Anfängen kenne und sehr schätze, wiedermal einen Tip Top Remix gemacht hat.

Ja, wer sagts denn. (Smile) Jetzt bin ich doch trotz aller Umwege beim Thema Mote Evolver angekommen. Nun seit 2006 besteht jetzt dieses Label und wenn man sich durch die Releases klickt, trifft man Shifted (die Pacific Blue – Industrie Remixes sind der Hammer), Cari Lekebusch (H.Production, Drumcode, Lekebuschmusik), Submerge (Nachtstromschallplatten, Codeworks), Lucy (Stroboscopic, Meerestief Ldt – wie sagt man doch so schön: „Geht ab die Lu(c)zy“), Marcel Fenger (Berghain, Ost Gut Ton) und natürlich auch founder und producer Luke Slater a/k/a Planetary Assault System.

Wie ich lesen musste und Luke in einem Interview von 2009 auf Residentadvisor erklärte, dass es ihm nicht sonderlich gut ging und sich Lukes Leben in persönlicher Hinsicht so rasant veränderte, die Diagnose Manisch-Depressiv im Raum stand, schockte nicht nur ihn sondern irgendwie auch mich. Wie er selbst sagt, entdeckte er eine neue Welt. Eine neue Welt von Doktoren, Pillen, mentalen Zuständen,  Reflexionen, Vergebung und Annahme. Sicher keine schöne Zeit und ich will es mal so sagen, ich bin schon froh, dass er jetzt wieder auf dem Dampfer ist, aber sicher sagen kann uns dies nur Mister Luke Slater selbst.

Mote Evolver lief natürlich trotzdem weiter und bei dem letzten Release von Shifted (Motecd001) bin ich ein wenig traurig, dass das Teil nicht auf Vinyle draußen ist. Sehr deep, treibend, stylisches minimalistisches Geplänkel und für den ein oder anderen Dancefloor geboren. Beim reinhören, erinnere ich mich gern an Basic Channel und Chain Reaktion zurück. Klasse Scheibe und vielleicht schaue ich auch drüber weg, dass dieses Monsteralbum nur auf CD erschienen ist, und fege damit mal den Staub aus meinem CD-Player.

Die letzte Planetary Assault System (Mote 027) habe ich natürlich auch registriert und mit einem Marcel Dettmann und Chris Liebing Remix kaut das Teil mir nicht nur ein Ohr ab, sondern gewinnt mit einem Lächeln, welches sich mir zwangsläufig ins Gesicht zwingt, die Oberhand.

Soweit so gut, die Überlegung steht, der Merkzettel ist verfasst und mein Auge bleibt wachsam, damit ich dieses wunderbare UK-Label und den weiteren Releaseverlauf hören und bestaunen kann.

to be continue